Das Tolle an so einem privaten Blog ist ja, dass man unvermittelt aufhören kann zu schreiben, dreissig Jahre in der Versenkung verschwindet und plötzlich wieder weiterschreibt. Super Sache, das. Quasi ein egozentraler Selbstversuch der Unabhängigkeit jedweder Verpflichtungen. Wäre es zumindest gewesen, läge die Wahrheit nicht eher im trüben Tümpel tumber Tastatur-Taten zwecks Kohleabbau direkt in’s Portmoneh Portemonnaie. Egal. Ich mach’ einfach mal ein wenig weiter. Irgendwas kommt sicher dabei raus.
Das Gästehaus steht übrigens noch frei. Will jemand?
Ab Juli wird alles anders.
Gefunden via Svoogle.
Die Definition:
Schäu|beln das; -s (über polit. W. Schäuble, früher “stasinieren”): (meist abwertend) spionieren, herumschnüffeln, belauschen.
Die Anwendungsbeispiele:
- “Was schäubelst Du da in meinen Sachen?”
- “Da hat irgendwer mein Profil durchgeschäubelt.”
- “Der Staat darf ja jetzt legal alle Computer ausschäubeln.”
- “Wir telefonieren später nochmal. Ich glaub’, wir werden grad’ beschäubelt.”
- “Meine Wohnung ist schäublifiziert.”
- “In der DDR wurden Einwohner ständig von der Stasi beschäubelt.”
Die Ursprünge:
- Süddeutsche: Das Sichere ist nicht sicher
- Grundgesetzkonform: Offener Brief an Angela Merkel
- Lawblog: Die neue Definition von anständig
- StoiBär: Wie lange ist dieser Herr noch tragbar?
- Heise: Schäuble - Trojaner sollen auch private Tagebücher durchsuchen
- Heise: Schäuble heizt nach BGH-Urteil Debatte um Online-Durchsuchung an
- Heise: Zwei Programmierstellen für den “Bundestrojaner”
- Heise: Schäuble - Biometriepässe stärken den Datenschutz
- Mein Parteibuch: Heimliche Online-Durchsuchung - Beweise leicht gemacht
Blogs sind ja nicht erst seit gestern ein weltweites Phänomen. Immer mehr Menschen greifen rund um den Globus zum virtuellen Kugelschreiber und pinseln private sowie kommerzielle Online-Tagebücher voll. Die Übersicht zu behalten fällt da wohl etwas schwer. Der hauseigene Feedreader keucht ebenfalls unter der immensen Last wie der zarte Augenkneist, der immer mehr Informationen verarbeiten muss will.
Nimmt man sich jetzt also die Zeit, einfach mal zwischendurch abzuschalten, das heimische Büromöbel etwas horizontaler zu positionieren, so kann man mit einem Blick auf den neuen Twingly Screensaver sehen, was in der sog. Blogosphäre so vor sich geht. Ähnlich einem klischeehaft grün leuchtenden Überwachungsbildschirm der Homeland Security wird hier die Erdenkugel dargestellt, und per Dots anhand von aktuellen RSS-Feeds markiert, wo gerade was vor sicht geht. Die Feeds können auf Wunsch und Knopfdruck direkt angelesen oder -steuert werden, die Welt selbst lässt sich in Google Earth-Manier drehen und wenden.
Twingly: Bloghausen auf einen Blick
Der Screensaver an sich sieht optisch schonmal recht eindrucksvoll aus. Da das Video dezent stumm daherkommt, darf man annehmen, dass hier keine orchestralen Hochgenüsse zu erwarten sind. Wer sich also ein bisschen fühlen will wie die bösen Jungs aus Staatsfeind Nr. 1 - und dabei natürlich trotzdem den Guten angehört - kommt hier voll auf seine Kosten. Eine schöne Spielerei ist Twingly jedenfalls allemal. Die Entwickler dazu:
Twingly screensaver is visualizing the global blog activity in real time. Forget RSS readers where you see only what you’re interested in. With Twingly screensaver you get a 24/7 stream of all (viewer discretion advised) blog activity, straight to your screen.
Gefunden via Constantly Thinking.
Zum Download gehts hier: Twingly Screensaver.






